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Die Piezocryst wurde im Rahmen eines Festaktes für Ihre F&E Arbeiten an nano-funktionalisierten, piezoelektrischen Kristallen mit dem Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien des Landes Steiermark 2007 ausgezeichnet. Die vorgestellte Arbeit hat durch die aktuelle Klimaschutz-Diskussion ein sehr breites Interesse bei der Jury und dem Fachpublikum erzielt, da hier eine Grundlagentechnologie entwickelt wurde, die geeignet ist, Verbrennungsprozesse in Großmotoren oder Gasturbinen auch unter höchsten Temperaturen zu optimieren, zu überwachen und zu steuern.
In den letzten Jahren haben Politik, Hersteller sowie Betreiber von Gasturbinen massive Anstrengungen unternommen um die Emissions- und Verbrauchswerte von Flugzeugtriebwerken oder Turbinen zur Stromerzeugung weiter zu senken. Bis heute limitierten so genannte selbsterregte Verbrennungsschwingungen die weitere Verbesserung. Den einzigen Ausweg bieten hochtemperaturstabile Drucksensoren, die die Druckentwicklung in Brennkammern verfolgen und deren Signale in die Turbinenregelung einfließen, um sie schließlich nahe den optimalen Werten betreiben zu können. Bisher waren solche Hochleistungssensoren nur sehr eingeschränkt verfügbar, da die erforderlichen Kristallbeschichtungen die extremen Anforderungen nur eingeschränkt erfüllen konnten.
Die Lösung hierzu bietet eine keramische Schicht, die durch Dotierung mit Antimon leitfähig wird. Dieses Material wird in wenige Nanometer dünnen Schichten auf den piezoelektrischen Hochleistungs-Kristall (GaPO4) aufgebracht und erreicht so die erforderlichen Eigenschaften wie z.B. niedrige Reibungswerte, angepasste Ausdehnungskoeffizienten und die geforderte Temperaturbeständigkeit. Die kompakte Einheit aus Kristall, Auflagescheiben und Vorspannelement bildet das Herzstück einer neuartigen Generation von Sensoren, die den nächsten Schritt zu einer Reduktion von Verbrauch und Emissionen moderner Turbinen ermöglichen.
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