Die heutige Kunststoff-Spritzgusstechnik ist durch sehr hohe Qualitätsansprüche und eine zunehmende Anzahl komplexer Spritzgussteile, bei einem enormen Kostendruck, geprägt.

Der wesentliche Parameter, um die Effizienz und die Qualität des Spritzgießens zu steigern ist der Werkzeuginnendruck. Dieser Wert charakterisiert die Füllphase, die Kompressionsphase sowie die Nachdruckphase und liefert damit die relevanten Parameter, den Prozess zu steuern und zu verbessern.

Neben der Prozessoptimierung ist für viele Kunden mit sicherheitskritischen Bauteilen die Qualitätskontrolle und Dokumentation von entscheidender Bedeutung. So ist beispielsweise in der Automobil- oder Medizintechnik die Rückverfolgbarkeit eines Produktes von zentraler Bedeutung. Mit der präzisen Messung des Werkzeuginnendrucks steht so für jedes produzierte Teil die Prozessinformation zur Verfügung und kann bauteilspezifisch dokumentiert werden.

 

z.B. Druckaufnehmer

6011BC
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Der Druckaufnehmer 6011BC  ist für die zuverlässige Messung des Werkzeuginnendrucks unter schwierigen Platzverhältnissen optimiert. Durch seine spezielle Konstruktion ist er besonders einbausicher und verfügt bei einer Gesamtlänge von nur 17,2 mm über ein trennbares Kabel, das im Fall einer Beschädigung leicht getauscht werden kann. 

Im Kunststoffspritzguss werden teilweise Temperaturen von bis zu 400°C und Drücke von bis zu 2.000 bar erreicht, mit denen die Schmelze in die Werkzeuge gepresst wird. Werkzeuginnendrucksensoren müssen diesen Bedingungen standhalten, gleichzeitig sind für moderne Multikavitäten-Werkzeuge sehr kleine Sensoren erforderlich. Um unterschiedlichen Montagesituationen optimal zu entsprechen, sind die Sensoren in Steck- und Schraub-Varianten in unterschiedlichen Größen erhältlich. Unabhängig von der Bauform sind alle Sensoren mit einem trennbaren Kabel ausgestattet und können auch im Fall einer Kabelbeschädigung problemlos weiterverwendet werden.

Die Piezocryst Sensoren verfügen über einen präzise gefertigten Stempel, der den Schmelzedruck auf die Kristall-Messelemente überträgt. Dieser Stempel wird von einer Schutzhülse umschlossen, die Bohrungstoleranzen im Spritzgusswerkzeug weitgehend kompensiert. Diese Technologie ist ebenso ein geschütztes Verfahren unseres Kooperationspartners Priamus System Technologies wie eine automatische Empfindlichkeitserkennung, die in die Sensoren integriert ist. Hierzu wird bei der Fertigung die Empfindlichkeit jedes einzelnen Sensors bestimmt und klassifiziert. Entsprechend einzelner Klassen werden die Sensoren mit einem Präzisionswiderstand ausgestattet, d.h. die Sensoren verfügen über eine Empfindlichkeitserkennung, die untrennbar mit dem Sensor verbunden ist und die auch im Fall eines Kabeltauschs die richtige Zuordnung der individuellen Empfindlichkeit garantiert.